Clémence Dubois' digitales Lehrprojekt wurde ausgezeichnet.

Vorlesungen digital ergänzt

Ingenieurin Clémence Dubois erhält Auszeichnung für Blended-Learning-Projekt
Clémence Dubois' digitales Lehrprojekt wurde ausgezeichnet.
Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Meldung vom: 29. April 2020, 07:45 Uhr | Verfasser/in: Stephan Laudien | Zur Original-Meldung

Unser Ziel ist es, ein koordiniertes Lernprogramm zu schaffen, das die Selbstständigkeit der Studierenden für das Weiterlernen fördert“, sagt Dr.-Ing. Clémence Dubois von der Universität Jena. Mit Koordination ist das enge Zusammenspiel zwischen Selbststudium und Face-to-Face-Veranstaltung gemeint. Die 32-Jährige arbeitet als wis­senschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geographie. Dubois, die aus dem französi­schen Rouen stammt, ist Preisträgerin im Thüringer Wettbewerb „Innovationen in der digi­talen Hoch­schul­lehre“. Für ihr Projekt „Blended-Learning im Bereich der Erdbeobachtung“ erhält sie Projektmittel in Höhe von etwa 44.000 Euro, die für wissenschaftliche Hilfskräfte und tech­nische Ausstattung verwendet werden.

Vorlesung und Online-Kurs besser verzahnen

Clémence Dubois hat sich am Lehrstuhl für Fernerkundung die Anpassung eines an der Jenaer Uni entwickelten MOOCs zum Thema Radarfernerkundung vorgenommen, um dieses Instrument noch genauer auf die Bedürfnisse der Studierenden abzustimmen. MOOC steht für „Massive Open Online Course“, ein Online-Kurs, der viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer er­reicht. Im konkreten Fall ist der Kurs obligatorisch für Bachelor- und Mas­terstudierende. Mit dem bereits existierenden MOOC ist eine Vorlesung verknüpft und Clémence Dubois möchte die beiden Lehrformate noch besser miteinander verzahnen. Zum einen soll der Umfang des MOOCs auf die spezifischen Inhalte der Vorlesung fokussiert werden. Zum anderen sollen die aktuellen Inhalte mit studentischen Beiträgen ergänzt werden. „Wir befähigen die Studierenden, eigene E-Learning-Inhalte zu produzie­ren“, sagt Dubois. Der erwünschte Nebeneffekt: Wer anderen Lehrinhalte erläutert, vertieft sie dabei selbst. Als technische Ergänzung soll künftig ein Touch-Display eingesetzt wer­den, mit dem sich beispielsweise Folien zeichnen lassen. Erste Erfahrungen konnten die Studierenden bereits in der Einführungsvorlesung in Radartechnik sammeln. Auch hier ist die Vorlesung mit dem MOOC gekoppelt und zudem gibt es ein Tutorial, das von Clé­mence Dubois geleitet wird.

Das neue Lehrformat um spielerische Elemente erweitern

Schon jetzt komme das Lehrformat bei den Studierenden sehr gut an, sagt Clémence Dubois. In ihrem preisgekrönten Projekt soll die Methode noch weiter verfeinert werden. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Robert Eckardt arbeitet Clémence Dubois deshalb an einem „Feintuning“. So fließen etwa spielerische Elemente mit ein. Den Studierenden werden beispielsweise am Ende einer Lerneinheit Quizfragen gestellt, und nur wer die richtige Lösung eingibt, kann im Programm fortfahren. Zugleich liefert das Programm Rückschlüsse über die „Stolperfallen“ für die Anwender: „Wir sehen, wo die Nutzer aus­gestiegen sind und können entsprechend reagieren“, sagt Dubois.

Offiziell gestartet ist das Projekt für „Blended-Learning im Bereich der Erdbeobachtung“ im März. Zum Einsatz kommen soll die Lernsoftware ab dem Wintersemester 2020/21. Clémence Dubois möchte die Ergebnisse ihres Projekts gemeinsam mit Robert Eckardt publizieren. Die 32-jährige Wissenschaftlerin hat in Straßburg und in Karlsruhe Topographie und Geoinformatik studiert und wurde am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) promoviert. Forschungsprojekte führten sie u. a. nach Tunesien und Bangladesch, an der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitet sie seit Oktober 2018.

Kontakt:

Clémence Dubois, Dr.
Wiss. Mitarbeiterin
Telefon
+49 3641 9- 48875
Fax
+49 3641 9- 48882
Raum 229
Grietgasse 6
07743 Jena
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