Neuartige Additive für Kunststoffe sind der Kern der FSU-Ausgründung Polytives.

Jenaer Start-up für innovatives Material prämiert

Ausgründung aus der Uni Jena erringt Preise beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland
Neuartige Additive für Kunststoffe sind der Kern der FSU-Ausgründung Polytives.
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Meldung vom: 29. Juni 2020, 14:03 Uhr | Zur Original-Meldung

Das Team der Polytives GmbH mit Mentor Felix H. Schacher (l.). Das Team der Polytives GmbH mit Mentor Felix H. Schacher (l.). Foto: Steffen Walther

Die Polytives GmbH aus Jena ist im Rahmen des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland ausgezeichnet worden. Sie überzeugte im Wettbewerbs-Cluster „Chemie/Kunststoffe“ und errang den ersten Platz, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Im Rennen um den Titel des Gesamtsiegers konnte das frisch aus der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgegründete Unternehmen ebenfalls glänzen und erreichte Platz 2.

Den Kunststoffmarkt nachhaltig beeinflussen

Die Zusatzstoffe der Polytives GmbH sind in zwei Dritteln aller Kunststoffe einsetzbar und bieten eine sichere Alternative zu giftigen Additiven. Mit dem neuartigen Ansatz und mit maßgeschneiderten Lösungen für individuelle Kundenanforderungen verfügt die Innovation über herausragendes Marktpotenzial“, begründete Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH, die Entscheidung der Jury. „Wir sind stolz, dass das, was als Idee begann und inzwischen in einem Startup gemündet ist, nicht nur uns begeistert. Das große Interesse an unserer Innovation treibt uns Tag für Tag an“, sagt Viktoria Rothleitner. Und ihr Mit-Geschäftsführer Oliver Eckardt ergänzt: "Denn mit dem Anspruch, den Kunststoffmarkt nachhaltig zu beeinflussen, haben wir uns ein hohes Ziel gesteckt.

Fremdstoffe aus dem Material verbannen

Polytives entwickelt und produziert verzweigte Polymere, welche als neuartige Kunststoffadditive Anwendung finden können. Sie bieten die Möglichkeit, Viskosität, Schrumpf und auch Elastizität des Kunststoffmaterials einzustellen. Auf die klassischen Weichmacher kann für die gewünschte Elastizität beispielsweise verzichtet werden. Die Additive sind dabei nicht nur anpassbar und bieten dem Kunden dadurch eine maßgeschneiderte Lösung, sondern überzeugen auch durch Vorteile gegenüber aktuell genutzten Additiven, ist Polytives überzeugt. Im Gegensatz zu diesen migrieren sie beispielsweise nicht im Material und lösen sich folglich nicht aus diesem heraus. Sie sind chemisch identisch mit dem Kunststoff selbst – denn auch die Additive der Polytives GmbH basieren auf Polymeren. Dadurch können Fremdstoffe aus dem Material verbannt werden.

Es freut mich, dass die Idee von Polytives auf so reges Interesse stößt. Die Anerkennung durch den Clusterpreis Chemie wird uns weiteren Rückenwind geben und wir freuen uns drauf, unsere Pläne in die Tat umzusetzen“, so der Uni-Chemiker Prof. Dr. Felix H. Schacher, der Mentor und Mitgründer von Polytives ist.

Kontakt (an der FSU):

Felix Schacher, Prof. Dr.
Telefon
+49 3641 9-48250
Fax
+49 3641 9-48252
Technikum Optik, Raum 122
Lessingstraße 8
07743 Jena
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