Der Schillertag fand in diesem Jahr digital statt.

Wenn Hip-Hopper zu Schiller werden

Habilitations- und Promotionspreise der Universität Jena bei digitaler Feierstunde verliehen
Der Schillertag fand in diesem Jahr digital statt.
Foto: Anne Günther (Universität Jena)

Meldung vom: 30. Oktober 2020, 15:00 Uhr | Verfasser/in: Axel Burchardt | Zur Original-Meldung

Prof. Dr. Paula Wojcik erhielt den Habilitationspreis. Prof. Dr. Paula Wojcik erhielt den Habilitationspreis. Foto: privat

Auch der Schillertag der Jenaer Universität musste in diesem Jahr wegen der Coronapandemie abgesagt werden. Doch die dort regelmäßig vergebenen Preise sollten nicht einfach auf dem Postweg versandt werden, sondern sind heute während einer digitalen Feierstunde verliehen worden. Das Präsidium der Universität würdigte bei der digitalen Pre­miere des Schillertags die besten Nach­wuchs­wis­senschaftlerinnen und -wissenschaftler der vergangenen zwölf Monate.

Eine Promotion ist „nicht zuletzt auch ein Beweis Ihrer Neugierde und Kreativität, Ihrer Ziel­strebigkeit, Ihrer Ausdauer und Begeisterung für neue Fragen, neue Möglichkeiten und Pers­pektiven“, sagte Vizepräsident Prof. Dr. Uwe Cantner und ergänzte: „Mit der Veröffentlichung der Dissertationsschrift geben Sie einer interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Re­zeption und Anwendung Ihrer Ergebnisse – und Sie regen neue Fragen an. In Würdigung die­ser Leistungen hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena Sie mit dem Doktortitel ausgezeich­net“.

Freundesgesellschaft finanziert die Preise

Der mit 5.000 Euro dotierte Habilitationspreis ging an Prof. Dr. Paula Wojcik. Die Litera­tur­wissenschaftlerin, die inzwischen eine Assistenz-Professur an der Universität Wien innehat, ist für ihre Ar­beit „Theorie der Klassik. Zur Praxis kultureller Funktionalisierung am Beispiel der Ballade von Goethe bis Grandmaster Flash“ ausge­zeich­net worden. Darin belegt sie auf interdisziplinäre und originelle Weise, dass die Mechanismen, wie in der Hochkultur Werke und Autoren – wie Goethe und Schiller – zu „Klassikern“ werden, grundlegend denen glei­chen, die sich in der Populärkultur – in diesem Fall im Bereich des Hip-Hops – beobachten lassen. Der Habilitationspreis wird von der Universität und ihrer Freundesgesellschaft finan­ziert.

Die mit jeweils 750 Euro dotierten Dissertationspreise werden ebenfalls von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Jena gestiftet. Ausgezeichnet wurden

  • Dr. Florian Durner (Theologische Fakultät),
  • Dr. Philipp Selentin (Rechtswissenschaftliche Fakultät),
  • Dr. Felix Thomas Weidinger (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät),
  • Dr. Peter Neumann (Philo­sophische Fakultät),
  • Dr. Christian Opitz (Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften),
  • Dr. David Krieg (Fakultät für Mathematik und Informatik),
  • Dr. Carolin Rothhardt (Physikalisch-Astronomische Fakultät),
  • Dr. Philipp Engelmann (Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät),
  • Dr. Sarah Maria Irmscher (Fakultät für Biowissenschaften)
  • Dr. Yves Werner (Medizini­sche Fakultät).
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